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Chris Harraß

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 Berichte zu interessanten Themen rund um den Ölberg Mai 2008 Redaktion:Christian Harraß                   Mail an die Redaktion

   Plakat07ApfelBörse. Grafik: Chris Harraß, www.DruckundWeb.de20 verkaufsoffener Sonntag mit 10. Apfelbörse 2007

General-Anzeiger vom 3. September 2007

Besucher laben sich am Rekord-Apfelstrudel
OBERPLEISER SONNTAG Zum 20. Mal laden der Werbekreis und die Geschäftsleute zum ausgiebigen Bummel mit vielen Aktionen ein. Die zehnte Apfelbörse rundet den Tag ab, der viele Besucher ins Zentrum des Ortes zieht

Von Roswitha Oschmann (Text) und Frank Homann (Fotos)

 

 Großer Andrang: Auch bei der 20. Auflage des Oberpleiser Sonntags können sich die Ausrichter über viele Besucher freuen. Derweil zeigt mancher Akteur, was man mit Äpfeln alles machen kann - außer essen.


OBERPLEIS. Nur Wilhelm Tell hat noch gefehlt. Apfelberge in Oberpleis, dazu viele Stände sowie geöffnete Ladentüren und dazwischen ein Pulk von Besuchern: Der Werbekreis Oberpleis hatte seinen 20. verkaufsoffenen Sonntag. Und zum zehnten Mal verknüpften die Geschäftsleute diesen mit einer Apfelbörse, zu der die Obstbauern der Umgebung das Beste herbeischafften, was an ihren Bäumen reifte. Die Birne „gute Luise" lag einträchtig neben Boskop, Gala oder Elstar, dem Star am Apfelhimmel.

„Zweieinhalb Tonnen Äpfel habe ich hier", zeigte Meinhard Beutel von der Obstplantage Eisbach auf die Riesenkisten hinter seinem Verkaufsstand. Auch Klaus Reuter vom Obsthof Siebengebirge hatte tonnenweise die runden Kullern herangeschafft. Karl-Heinrich Mohr vom gleichnamigen Obsthof aus Stieldorferhohn meinte: „Die frühen Sorten sind schon durch diesmal. Alles ist zwei Wochen früher." Auch hier die Nummer eins: Elstar, weil diese Sorte süß, saftig und dabei auch ein bisschen säuerlich ist.

Waren es Elstar, auf die drei Bogenschützen vom Bonner Bogenschützenclub zielten, so wie einst Wilhelm Tell? Egal. Fakt ist, sie landeten viele Treffer. Und etliche Jungs wollten es ihnen im Park Mathildenheim nachmachen. So wie Fabian Ohl, der fünfjährige Oberpleiser, der es gar nicht abwarten konnte, Pfeil und Bogen selbst auszuprobieren. Derweil gab Pflanzendoktor Adrian Engel Tipps zur Pflege, damit auch im heimischen Garten solche Prachtexemplare wie an den Ständen gepflückt werden können. Was, bitte, ist gegen Birnengitterrost zu tun? Doktor Engel erklärte. Und bevor diese Ratschläge richtig fruchten, deckten sich die Ratsuchenden an den Ständen ein. Manche Apfelbörsenbesucher holten sich den kompletten Wintervorrat nach Hause.

Wem die Beutel schwer wurden und der Nacken schmerzte, genoss die Schultermassage von Justyna Dombrowska. Andere ließen an wieder anderer Stelle das Körperfett vermessen. Wie dürfte das nach einer Apfeldiät wohl aussehen? Aber mit dem Diäthalten war das eine eher fragwürdige Sache, jedenfalls mit einem Sofortstart gestern. Denn auf dem Busbahnhof lockte der längste Apfelstrudel von Oberpleis - 41 Meter lang, von der Bäckerei Schild im Auftrag des Werbekreises aus dem Ofengeholt. Der Erlös ist für die Grundschule Am Sonnenhügel gedacht. So brachten denn auch Felix Bleck und Timon Kybelka aus der vierten Klasse den Riesenkuchen stückchenweise mit an die Schleckermäulchen.

Mitmachen und staunen: Für die Kinder wird in Oberpleis wieder besonders viel geboten. Vom Apfelschälen bis zum Jonglage-Akt mit den süßen Früchten oder bis hin zum Bühnenprogramm sowie einzelnen Aktionen, überall herrscht reges Treiben.

Die KG Narrenzunft indes brutzelte vor der Kirche ihre Reibekuchen. 170 Kilo Teig hatten die Karnevalisten an Bord. Genug für alle, die es sich in dem kleinen „Restaurant" der Zunft bequem gemacht hatten. Harold Christian Harraß verkündete laufend das Programm, damit die Besucher nur ja nicht das Geschehen auf der Bühne oder die einzelnen Aktionen auf der „Flaniermeile" verpassten: den Zirkus Corelli etwa oder Märchenfrau Schade und den Zauberer: Puppenspiel, Karussellfahrten und Pferdereiten waren außerdem für die Kinder angesagt. Der Männerchor aus Quirrenbach zeigte, was er im 101. Jahr seines Bestehens in der Kehle hat; und CDs mit den Jubiläumsaufnahmen gab es auch nebst Gutscheinen zu einer Schnupperprobe. Angehende Bräute fanden vielleicht Gefallen am Brautkleid, das neben „ganz normalen" Kleidern von Monika Adams aus Bennerscheid auf der Bühne präsentiert wurde. Mitglieder von Fitnessstudios turnten den Besuchern etwas vor. Und Sophia Sader und Doris Buchmann zeigten in blütenweißen Taishi-Kampfanzügen, was sich hinter dem Begriff „chinesische Fächerform" verbirgt. Felix Vierheilig ließ sich indessen mit einer Königskrone fotografieren - wie im Märchen, fand der Vierjährige. Vor dem Rathaus, wo das Handwerkerzelt angesiedelt war, trat die Gruppe „Dorfmusik" auf, alles Oberpleiser Jungs. „58 Aussteller haben wir, und vor allem gutes Wetter", freute sich Günther Herr, Vorsitzender des Werbekreises. Eine Gaudi wurde das Aufwiegen von Prominenten in Äpfeln; der Erlös kommt dem Sportheim des TuS Oberpleis zugute. Und wer jetzt schon mal Apfelbäume kaufte, hat vielleicht 2008 solch reiche Ernte, dass er einen Stand bei Apfelbörse Nummer elf belegen kann.


Das Quartett ist 2 240 Äpfel schwer
OBERPLEISER SONNTAG Die Prominenz wird aufgewogen

In der Apfelkiste: Sokratis Theodoridis, Alexander Wüerst, Rudolf Müller und Andrea Milz.  Herold Chris Harraß überwacht das Wiegen
FOTO: HANDT


OBERPLEIS. Ganz schön eng wurde es in der Obstkiste. Landtagsabgeordnete Andrea Milz, Vizebürgermeister Sokratis Theodoridis sowie die Vorstandsvorsitzenden der Volksbank Bonn Rhein-Sieg und der Kreissparkasse Köln, Rudolf Müller und Alexander Wüerst, kletterten mitten auf dem Kreisel im Oberpleiser Zentrum in das Behältnis, das normalerweise für Äpfel vorgesehen ist.
Nicht zweckentfremdet eine weitere Kiste: Eine bestimmte Anzahl rotwangiger Äpfel hatte Franz Bellinghausen im Obsthof Siebengebirge eingefüllt. Und dann wurde das Quartett in seiner „fliegenden Kiste" einen Meter hochgezurrt und gegen die Äpfel aufgewogen.
Pastor Ferdi Vater fungierte als Wiegemeister. Apfel für Apfel nahm er heraus bis Gleichstand herrschte. Am Ende war klar: Genau 2 240 Äpfel schwer waren Banker und Politiker zusammen. Da konnten die Zuschauer nun rätseln, ob sie eine Chance auf einen der schönen Preise haben, die der Werbekreis Oberpleis als Veranstalter des 20. verkaufsoffenen Sonntags und der 10. Apfelbörse spendierte.
Den ganzen Tag hatten Mitglieder des TuS Oberpleis um Jugendleiter Ralf Zimmermann und seinen ,Stellvertreter Patrick Effer Lose verkauft. Auf diese Scheine musste neben Name und Anschrift auch die taxierte Apfelzahl notiert werden. Ein hochwertiges Fahrrad, einen Reisegutschein und ein Essen auf dem Petersberg gewinnen jene Teilnehmer, die das beste Schätzergebnis vorlegten. Der Erlös aus dem Losverkauf aber geht an den TuS als Bausteine für das neue Sportlerheim. Der Werbekreis ermittelt nun, wer richtig lag. Richtig lagen auf alle Fälle die Geschäftsleute: Sokratis Theodoridis und Andrea Milz beglückwünschten die Werbekreis- Mitglieder zu dem erfolgreichen Sonntag und ihrem Engagement für den Wirtschaftsstandort Oberpleis. Und auch Rudolf Müller und Alexander Wüerst freuten sich über die gelungene Veranstaltung, an deren Programm sich beide Banken aus lokaler Verbundenheit heraus beteiligt hatten.
oro

Die Preisverleihung an die Gewinner der Wiegeaktion auf unserer "Apfelbörse" findet am Donnerstag, dem 13. September um 19.00 Uhr in der Kreissparksasse, Dollendorfer Straße, statt. Es gibt zwei Karten mit der richtig angegebenen Zahl von 2240, und der 3. Preis mit 2239. Der 1.und 2. Preis werden ausgelost. Die Namen der 1. und 2. Preisträger sind: Nils Hordijk, Königswinter, Ruttscheider Str. 50 und Dagobert Wallau, Königswinter, Auf dem oberen Auel 14. Der 3. Preis geht an Siegbert Baumert, Königswinter, Gustav-Freytag-Str. 7. Herzlichen Glückwunsch.