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Chris Harraß

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Königswinter-Bergregion

 Berichte zu interessanten Themen rund um den Ölberg Mai 2008 Redaktion:Christian Harraß                   Mail an die Redaktion

Reaktivierung der Petersbergbahn- Trilogie des Erlebens...
Finanzierung durch Anteilscheine

Es boomt in Königswinter, der Tourismus erlebt einen Aufschwung in nie geahnten Formen. Zahlreich die neuen Angebote von Stadt und Tourismus GmbH, zahlreich auch die neuen regionalen Möglichkeiten, wie den Rheinsteig, die Schönheit des Siebengebirges zu genießen. Neben Sealife-Center, Tourismus-Bahnhof und der erneuerten Drachenburg wird in absehbarer Zeit auch die Anlage auf dem Drachenfels neugestaltet. Neuerdings kann man, so man denn will, sich in der Zahnradbahn zum Drachenfels das Ja-Wort geben.
So wundert es nicht, daß derzeit Investoren für ein im tatsächlichen Sinne aussichtsreiches Projekt gesucht werden. Die im Jahre 1958 stillgelegte Zahnradbahn auf den Petersberg soll wieder aufgebaut werden. Mögliche Betreiber aus der Hotelbranche sehen gute Möglichkeiten für die Bahn. Das Geschichtsbewusstsein der Menschen habe sich verändert. Historische Bahnen erleben, gleichzeitig Natur pur erfahren und anschließend erlesene Gastronomie genießen läge voll im Trend. Die alte Zahnradbahntrasse liegt in Teilen unberührt an die Hänge des Petersberges geschmiegt und wartet auf die Erneuerung.
Bahnhof Petersberg

Wie einst im Mai: der neue/alte Haltepunkt auf dem Petersberg


Ausgangspunkt der Bahn soll der noch original vorhandene Lokschuppen am DB Bahnhof Königswinter sein. Die kürzlich restaurierte Dampfzahnradlok der Drachenfelsbahn wird dann das traditionelle “Zugpferd” sein (obwohl sie ja eigentlich wie bei Zahnradbahnen üblich, drückt!). Die Spurweite von 1000 Millimetern jedenfalls stimmt mit der Petersbergbahn überein. Das erforderliche Schienenmaterial soll teilweise neu beschafft oder aus dem Material, das beim eingleisigen Rückbau des königswinterer Bahnhofs anfällt, entnommen werden. Lediglich die Zahnstange nach dem System “Riggenbach” wird aus Sicherheitsgründen völlig neu hergestellt. Das ehrgeizige Projekt verschlingt über eine Bauzeit von drei Jahren eine Gesamtinvestitition von 3,5 Millionen Euro . Die Finanzierung soll ausschließlich über Beteiligungen und private Sponsoren erfolgen. Königswinterer Bürger und Eisenbahninteressierte können ab dem 1.4.2006 Anteile am Projekt erwerben. Info unter info@bergregion.com

Petersbergbahntrasse

Wenn Sie die historische Bahntrasse erwandern möchten: Bitte sehr: Die Petersberg-Tour

Steil bergan: vom Rhein auf den Berg...
die Trasse der Petersbergbahn



Einen schönen April wünscht Ihnen Ihr Chris Harraß und das Team der “Bergregion”

 

 


Thomasrott ist der neue Ortsname von Thomasberg und Heisterbacherrott
Verwaltungsvereinfachung trägt zum Bürokratieabbau bei. Kontroverse Suche nach dem „richtigen“ Namen            von Christian Kock
 
Königswinter. Viel Geld lässt sich mit dem Abbau von Bürokratie in den Verwaltungen einsparen. Einen weiteren Schritt auf diesem Weg unternimmt jetzt die Stadt Königswinter. Stelleneinsparungen durch Reduzierung des Arbeitsaufwandes und damit Zeitersparnis für die Beamten verspricht sich die Stadtverwaltung von der Fusion der beiden Stadtteile. Dazu kommen Einsparungen für das Bauamt durch eine einfachere Beschilderung der Ortsteile. Auch die Ordnungsbehörden haben es nun erheblich einfacher, weil bei der Aufnahme von Ordnungswidrigkeiten und anderen Verwaltungsakten nicht immer erst die Zuordnung zu Thomasberg oder Heisterbacherrott ermittelt werden muss.
Thomasrott


Allerdings war die Suche nach dem „richtigen“ Namen für die fusionierten Ortsteile nicht einfach. Die rund 5000 Bürger konnten natürlich nicht alle nach ihrer Meinung gefragt werden. Eine große Fraktion hätte die Umbenennung wohl abgelehnt, stehen sich die Thomasberger und Heisterbacherrotter doch in traditioneller Feindschaft gegenüber. Die Stadträte der beiden Orte forderten deshalb den Bürgerverein Thomasberg und den Heimatverein Heisterbacherrott auf, sich auf einen neuen Namen zu einigen. Der Name Heisterberg schied aus, weil eine zu große Verwechslungsgefahr mit dem zu Oberdollendorf gehörenden Heisterbach besteht. Thomasbacherrott oder Heisterbacherberg hatten wegen der Länge der Namen einer Verwaltungsvereinfachung entgegen gestanden. Generell war Heiterbacherrott wegen der 16 Buchstaben im Namen, wie sich bei den intensiven Diskussionen in den beiden beauftragten Vereinen herausstellte, im Nachteil. Auch wurde überlegt, bei Thomas... noch das H zu eliminieren.

Ab 1. April gilt nun, worauf sich die beiden Vereine unter Wahrung der Bürgerinteressen geeinigt haben: Thomasrott. In einem ersten Schritt werden die Ortsschilder in den nächsten Tagen ausgetauscht. Die weiteren Einsparungseffekte, darauf haben die Vertreter der Bürgervereine bestanden, werden öffentlich nachgewiesen. Die nicht mehr benötigten Ortsschilder werden im Bauhof zusammen mit den dort reichlich vorrätigen Parkplatzschildern archiviert.

 

Erste Stellungnahme der Betroffenen:

HEIMATVEREIN HEISTERBACHERROTT
IM SIEBENGEBIRGE e.V.


„Thomasrott“ - „Leddestrüch“ - „Bankrott“ ?

Heimatverein Heisterbacherrott zur aktuellen Fusionsdebatte

Mit Aufmerksamkeit hat der Heimatverein Heisterbacherrott den im Gespräch befindlichen Vorschlag aufgenommen, Heisterbacherrott und Thomasberg sollten aus Gründen der Rationalisierung fusionieren und ab dem 1. April unter dem Namen „Thomasrott“ einen gemeinsamen Königswinterer Stadtteil bilden. Der Heimatverein bietet dem Bürgerverein Thomasberg Koalitionsverhandlungen an, um sich auf einen gemeinsamen Ortsnamen zu einigen.
Nachdem nun die Leitung des Petersberg-Hotels angeboten hat, den beiden Vereinen für diese Verhandlungen die erst vor wenigen Tagen noch von Bill Clinton beschlafene Fürsten-Suite unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, hat sich jetzt auch Königswinters Bürgermeister Peter Wirtz beeilt zuzusichern, an diesen Verhandlungen als Berater teilzunehmen. Dem Wunsch des Bürgermeisters, dabei auch noch den gesamten Stadtrat mitbringen zu wollen, hat sich der Heimatverein Heisterbacherrott allerdings mit der Begründung verweigert, man habe allein mit den Thomasbergern schon genug zu tun.
Obwohl die Heisterbacherrotter „Leddeköpp“ ihre wahren Absichten gegenüber den Thomasberger „Strüchern“ noch geheim halten, ist dennoch schon durchgesickert, dass bei ihnen der Ortsname „Leddestrüch“ eindeutig bevorzugt wird. Anderenfalls werde man den Namen „Thomasrott“ schon vor dem 1. April verwerfen, stattdessen den Thomasbergern zum Ausruhen eine Bank stiften und dann den neuen Ortsnamen „Bankrott“ an die Bildzeitung verraten.