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Chris Harraß

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Königswinter-Bergregion

 Berichte zu interessanten Themen rund um den Ölberg Mai 2008 Redaktion:Christian Harraß                   Mail an die Redaktion

Einweihung des neuen Tourismusbahnhofs in Königswinter

Presseberichte und Bildimpressionen        Bildgalerie

Clement läutet in Königswinter ein "neues Zeitalter" ein

Bei der Einweihung des Tourismus-Bahnhofs am Fuße des Drachenfels' lobt der Minister das Projekt als einen Meilenstein - Plädoyer für den Neubau des Hotels auf dem GipfelVon Rüdiger FranzKönigswinter. Es ist vollbracht. Umgeben von 200 geladenen Gästen haben die Eigentümer und Initiatoren am Donnerstag den neuen Tourismus-Bahnhof am Fuße des Drachenfels' feierlich eingeweiht.


Großer Bahnhof: Rund 200 geladene Gäste tummelten sich am Donnerstag in der neu gestalteten Empfangshalle der Zahnradbahn. Fotos : Frank Homann

Damit wurde das neu konzeptionierte Zentrum für den Siebengebirgstourismus nach sechsmonatiger Bauzeit seiner Bestimmung zugeführt.Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement zollte dem Projekt ein großes Lob. Er erinnere sich selbst an manche Fahrt mit der Zahnradbahn auf den Drachenfels und freue sich, bei dem wichtigen Ereignis dabei sein zu können. Der Minister gratulierte allen Beteiligten zu dem erfolgreichen Umbau der Talstation und lobte besonders deren "charmante Architektur".Der Bahnhof sei ein "Meilenstein" für den Tourismus im Siebengebirge und in der gesamten Region, jedoch müssten weitere Projekte folgen.In diesem Zusammenhang begrüßte Clement die Initiative für die Altstadtsanierung, sprach sich ausdrücklich für den Bau des Sea Life Centers an der Rheinpromenade aus und gab sich zuversichtlich, dass für die Sanierung von Schloss Drachenburg bald die restlichen Stiftungsmittel in die Restaurierung fließen. Als sich der Minister außerdem eindeutig als Sympathisant eines Neubaus des Restaurants auf der

Drachenfelsspitze zu erkennen gab, war ihm der Applaus der Anwesenden sicher.


Der Bundesminister mit Wohnort Bad Godesberg unterstrich den Wert des Tourismus für Wirtschaftskraft und Ausbildungsmarkt und gab dem Tourismus-Bahnhof und seinen Mitarbeitern ein herzliches "Glückauf" mit auf den Weg.Auch den Königswinterer Verantwortlichen war die Freude über das gelungene Projekt anzumerken. Für die Eigentümerfamilie der Zahnradbahn sprach Dieter Streve-Muelhens sen. von einer "historischen Stunde". Die Zahnradbahn habe angesichts sinkender Fahrgastzahlen am Scheideweg gestanden - Rückzug vom Drachenfels oder zum Aufbruch blasen. "Wir haben uns für die zweite Variante entschieden. Der zeitnahe Erfolg trotz zahlreicher Widrigkeiten gibt uns Recht und zeigt, dass auch in Deutschland mutigen Projekten Erfolg beschieden ist", sagte Streve-Muelhens.Mit dem Tourismus-Bahnhof sei etwas entstanden, das in In- und Ausland seinesgleichen sucht. Königswinter habe ein wichtiges Signal erhalten, die Neubelebung des Fremdenverkehrs werde letztlich der gesamten Region zugute kommen.Die schönste der zahlreichen Bergbahnen in Europa stehe in Königswinter, zeigte sich für die Bergbahnen im Siebengebirge AG deren Vorstandschef Jürgen Limper überzeugt, dem die Freude am Donnerstag sichtlich anzumerken war. Der Dank aller Redner war Architekt Michael Deisenroth gewiss, der den Umbau fristgerecht und im Kostenrahmen realisiert hatte. "Er ist ja inzwischen selbst ein kleiner Eisenbahner geworden", meinte Limper und überreichte dem Architekten aus Hennef als Dankeschön eine Schaffnertasche aus früheren Zahnradbahntagen.Grußworte überbrachten ferner der stellvertretende Königswinterer Bürgermeister Sokratis Theodoridis, Vize-Landrätin Uta Gräfin Strachwitz sowie Klaus Westkamp aus dem Bundesverkehrsministerium. Als der Ministerialdirektor auf den benachbarten Eselsweg zu sprechen kam, schienen die dort angeleinten Tiere seine Worte vernommen zu haben und "kommentierten" ihn mit den typischen Lauten und sorgten so für Heiterkeit. Begleitet von den Klängen des Tom-Browne-Sextetts aus Königswinter hatten die Gäste ausreichend Gelegenheit, sich einen Überblick über die neu strukturierte Anlage zu verschaffen.Zum Abschluss seines Besuchs trugen sich Clement und Streve-Muelhens in das Goldene Buch der Stadt Königswinter ein. Dem Minister war es dann vergönnt, mit der Glocke neben dem Bahnhofsportal symbolisch eine neue Zeitrechnung für das Siebengebirge einzuläuten. (01.04.2005)

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„Meilenstein für den Tourismus“                      Kölner Stadt Anzeiger

 VON JOHANNES SCHMITZ, 01.04.05, 07:12h Sogar Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement gab sich ein Stelldichein. Königswinter - Während sich die Wartehalle langsam mit den ersten Gästen füllt, intoniert die eigens engagierte Dixieband probehalber schon mal diejenige Melodie von Glenn Miller, auf die Udo Lindenberg seinen „Sonderzug nach Pankow“ fahren ließ. Doch soweit will die älteste Zahnradbahn Deutschlands gar nicht hinaus. Sie möchte vielmehr eine Attraktion und ein praktisches Fortbewegungsmittel für die Touristen im Siebengebirge sein. Und in dieser Funktion macht sie mit dem frisch renovierten Bahnhof optisch jetzt noch mehr her.„Wir sind die Schönsten“, verkündete Jürgen Limper, der Chef der Drachenfelsbahn, denn auch stolz. Gemeint waren aber nicht er selbst oder die anwesenden Mitglieder der Eigentümerfamilie Streve-Mülhens. Limper brachte vielmehr seine Überzeugung zum Ausdruck, dass die älteste Zahnradbahn Deutschlands in Zukunft noch attraktiver sein wird. Dieser Meinung schloss sich auch die stellvertretende Landrätin Uta Gräfin Strachwitz an. Sie betonte die Bedeutung des Drachenfels für den gesamten Rhein-Sieg-Kreis und die wichtige Rolle des Tourismus für die regionale Wirtschaftskraft. Der stellvertretende Bürgermeister von Königswinter, Sokratis Theodoridis, schloss sich dieser Interpretation des Ereignisses an und verwies zugleich auf die noch ausstehenden Vorhaben der Stadt. Bis zum Jahr 2010 soll die Altstadt saniert sein.Er lobte das Engagement der Familie Streve-Mülhens, in deren Händen sich die Drachenfelsbahn befindet. Das Unternehmen beschäftigt rund 20 Personen. „Für die Stadt Königswinter ist damit ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer dauerhaften und nachhaltigen Förderung des Fremdenverkehrs gesetzt“, freute sich Theodoridis.Während im Inneren des neuen Bahnhofgebäudes die Honoratioren den Reden zur Eröffnung des Gebäudes lauschten und nebenbei an ihrem Sektglas nippten, versammelten sich vor den Toren der Station zahlreiche Schaulustige. Sie erlebten dann nicht nur die Enthüllung der Dampflokomotive aus dem Jahr 1927 mit, die vor dem Bahnhof steht. Sie wurden auch Zeuge, wie Bundeswirtschaftsminister Clement eintraf und den anwesenden Fernsehteams nicht nur zur Lage des Fremdenverkehrs in Königswinter Rede und Antwort stand.

Königswinter hat seine Lokomotive wieder

Der 14 Tonne schwere Koloss kehrt nach der Restaurierung aus Polen zurück - Blockaden zwischen den Zahnrädern und angezogene Bremsen sollen ein Wegrollen verhindern

Von Joscha Duhme

Königswinter. Kranführer Alfons Liebknecht legte vorsichtig die Hand an den Hebel, und schon begann die Lokomotive zu schweben. Langsam erhob sich die 14 Tonnen schwere "Lok 2" vom Tieflader und schwebte über die Köpfe unzähliger Schaulustiger, Eisenbahnfans und Hobbyfotografen sowie über eine Straßenlaterne hinweg.
 

Herkules: Jürgen Limper, Geschäftsführer der Bergbahnen AG, hat mit dem neuen Tourismusbahnhof einiges zu stemmen. Foto: Frank Homann


Seit einigen Tagen steht die Zahnraddampflokomotive wieder, wo sie hingehört, am Fuße des Drachenfelses, direkt vor dem in Kürze eröffnenden Tourismusbahnhof. In den vergangenen vier Monaten wurde das gute Stück im polnischen Schneidemühl von Grund auf restauriert. Nach knapp 40 Jahren auf ihrem Platz befand sich die Lok in einem wenig repräsentativen Zustand. Die Bahnwerkstatt Malowa und die Firma Interlok hatten das Fahrzeug demontiert, gereinigt, von Rost und Feuchtigkeit befreit, einzelne Teile erneuert und die Lok komplett neu lackiert. 40 verschiedene Arbeitsschritte umfasste die Restaurierung. Sie kostete die Bergbahnen im Siebengebirge AG inklusive Transport 60 000 Euro. Nach der 24-stündigen Rückfahrt war das gute Stück so dreckig, dass es auf dem Hof der Schwertransportfirma in Hersel mittels Dampfstrahlen erneut zum Glänzen gebracht werden musste, wie Firmenleiter Dieter Griethe berichtete.
Danach konnte die Lok endlich nach Königswinter zurückkehren, wo das 1927 gebaute Fahrzeug bis zum Unglück im Jahr 1958 zusammen mit vier weiteren Loks im Einsatz war. Seit 1968 thront die Lokomotive vor der Talstation. Die Lokomotive wäre theoretisch immer noch fahrbereit, "aber natürlich nicht nach aktuellen Sicherheitsauflagen", wie der Geschäftsführer der Bergbahnen AG, Jürgen Limper, erklärte. Über 100 Schaulustige, darunter auch Bürgermeister Peter Wirtz und Oliver Bremm, Geschäftsführer der Tourismus Siebengebirge GmbH, bestaunten die Lok bei ihrer Rückkehr. Nachdem beim Abtransport im November der Zustand der rostenden Bahn selbst, umliegende Bäume und die extreme Hanglage das Vorhaben erschwert hatten, gestaltete sich das Unternehmen dieses Mal wesentlich einfacher. "Beim letzten Mal mussten wir den 80 Tonnen schweren Kran anderthalb Meter aufbocken, dieses Mal ist es nur ein halber Meter", so Griethe. Der neue Platz der Lok auf einem eigens gebauten Podest befindet sich einige Meter unter ihrem alten Stellplatz. Dort weist die Straße weniger Steigung auf, was das Verladen vereinfachte. Dennoch dauerte es rund 45 Minuten, bis sie die Lok für das Heben präpariert und am Kran befestigt hatten. Dann bewies Kranführer Alfons Liebrecht sein Können. Sanft und mit viel Fingerspitzengefühl hob er den in grüner Farbe erstrahlenden Koloss an und schwenkte ihn zentimetergenau auf das kurze Gleis, auf dem die "Lok 2" in den nächsten Jahrzehnten Besucher des Siebengebirges erfreuen soll. Dabei bot sich den Beobachtern die Möglichkeit, das Fahrzeug mit seinen Zahnrädern auch einmal von unten begutachten zu können.

Für den Kranführer, der seinen Beruf bereits seit 36 Jahren ausübt, war dies ein Routinejob. "Sonst machen wir das eben still und heimlich. Dann stehen meistens nicht so viele Menschen drum herum", meinte er. Die Zuschauer spendeten nach getaner Arbeit großzügigen Applaus für die Mitarbeiter des Transportunternehmens. Auf dem Gleis angebrachte Blockaden sollen eine Bewegung der Zahnräder der Bahn verhindern, zudem wurden die Bremsen angezogen und die Lok, die nun parallel zur Fahrtrichtung der Drachenfelsbahn steht, an einzelnen Stellen mit dem Untergrund verschweißt, damit sie laut Limper "wirklich ganz fest steht". Fest stehen soll sie "auch in den nächsten 40 Jahren", wie sich der Architekt des Tourismusbahnhofes, Michael Deisenroth, wünscht. Damit die Witterung die Lok nicht erneut angreifen kann, sollen historische Dächer der Talstation nachgebaut werden. Diese sollen ab dem Sommer sowohl die Lokomotive als auch die beliebten Esel schützen, die direkt daneben ihren Platz haben. "Die Esel und die Bergbahn sind einfach eins. Sie waren immer hier, und das möchten wir auch nicht ändern", so Deisenroth. Der 14 Tonne schwere Koloss kehrt nach der Restaurierung aus Polen zurück - Blockaden zwischen den Zahnrädern und angezogene Bremsen sollen ein Wegrollen verhindern

 

Dampflok in der Luft

Quelle: Rundschau, 30.11.2004



Abgehoben: Bei einer spektakulären Aktion ist gestern die “Zahnraddampflokomotive”, die seit 1968 als Denkmal an der Drachenfelsbahn in Königswinter steht, abtransportiert worden. Die 1927 gebaute Lok wird für rund 60 000 Euro in Polen restauriert. Im März, rechtzeitig zur Einweihung des neuen Besucherzentrums Siebengebirge, soll sie wieder in Königswinter stehen.
(csc/Foto: Klodt)