Berichte zu interessanten Themen rund um den ÖlbergMai2008 Redaktion:Christian HarraßMail an die Redaktion
Heisterbacherrotter entdeckten „Heimat-Juwel“ in Rheinbreitbach
von Hermann-Josef Gebertz
„Viel Glück und Erfolg beim Ausbau und der weiteren Gestaltung Ihres Heimat-Juwels“. Diesen Wunsch schrieb Gisela Thielmann, Vorstandsmitglied des Heimatvereins Heisterbacherrott, nach einem ausführlichen Rundgang ins Gästebuch des Heimatmuseums in Rheinbreitbach. Mit ihrer Unterschrift bekräftigten auch die übrigen Teilnehmer der Heisterbacherrotter Besuchergruppe, wie sehr sie von dem kleinen, aber feinen Museum in der nördlichsten Gemeinde von Rheinland-Pfalz angetan waren. Bernd Hamacher, Vorsitzender des Heimatvereins Rheinbreitbach, hatte zu Beginn die Besucher herzlich willkommen geheißen.
Museumsführerin Christine Zimmermann mit ''Helferin''
Seine Stellvertreterin Christine Zimmermann führte die Gäste dann durch das in einem liebevoll restaurierten Fachwerkanwesen untergebrachte Museum. Ihre Sachkenntnis, gepaart mit humorvollen Anekdoten und Auflockerungen, ließ den Rundgang zu einem Erlebnis werden. Die Besucher nahmen Einblick in Lebens- und Arbeitsbedingungen früherer Generationen, hier insbesondere in den Kupferabbau in den Gruben am Virneberg, dargestellt in einem eigenen Bergbauzimmer, oder in die Arbeit von Zünften wie Schuhmacher und Schneider. Großes Interesse fanden auch die alten Küchen- und Wohneinrichtungen, und Erinnerungen wurden wach in einem Klassenzimmer der früheren Rheinbreitbacher Dorfschule mit betagten Originalstücken wie Schulbänken, Lehrerpult und einer Klassentafel. Auf ihr prangte, in Kreide und feiner Sütterlinschrift, die sprichwörtliche Mahnung: „Ohne Fleiß kein Preis!“ Den Dank der Besucher fasste Hermann Josef Gebertz zusammen, der Vorsitzende des Heimatvereins Heisterbacherrott. „Wir sind sehr beeindruckt“, erklärte er, „einmal von dem Haus selbst und seiner Restaurierung, insbesondere aber von der Fülle der Ausstellungsstücke und der Art und Weise, wie das hier alles so aussagekräftig präsentiert wird.“ Und er versprach den Rheinbreitbachern: „Wir kommen wieder.“