Berichte zu interessanten Themen rund um den Ölberg2008 Redaktion:Christian HarraßMail an die Redaktion
28.Februar 2008
Kein Eintritt und ohne sich in Schale zu werfen...
Virtuelles Museum Oberpleis eröffnet
Sie möchten gerne etwas über die Vergangenheit Ihres Wohnortes wissen? In Oberpleis kann das jetzt jeder Interessent weltweit von heimischen Sofa aus. Eine Arbeitsgruppe des Werbkreises Oberpleis hat in mühevoller Arbeit hunderte von Exponaten aus der Heimatgeschichte zusammengetragen und in der Internetseite www.oberpleis.com der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Initiator Franz Bellinghausen und zahlreiche ehrenamtliche Mitstreiter haben mit der technischen Unterstützung von Christian Kock und Georg Verweyen ein imposantes Zeugnis Oberpleiser Zeitgeschichte in das world wide web gestellt.
Günther Herr
Der Vorsitzende des Oberpleiser Werbekreises, Günther Herr, begrüßte bei der Feier im Oberpleiser Rathaus die Gäste und dankte allen, die an der gewaltigen Aufgabe mitgeholfen haben. Franz Bellinghausen erzählte von den zahlreichen Schwierigkeiten, die Vorstellungen der Redakteure des virtuellen Museums in Programmiersprache um zu setzen. Ohne zahlreiche Sponsoren und ca. 2500 ehrenamtliche Arbeitsstunden wäre das Projekt nicht möglich gewesen. Bei der Präsentation der Sammlung erläuterten die Macher exemplarisch an ausgewählten Bereichen die Funktion und Vielfalt des Angebotes. Laut Edgar Zens sind die alten Klassenfotos aus dem virtuellen Raum „Schulen“ die am meisten angeklickten Objekte. Viele Dokumente sind mit markierten Bereichen versehen, etwa um die Namen der abgebildeten Personen zu erfahren. Wer zur Klärung von Unstimmigkeiten beitragen kann, hat die Möglichkeit, dem Team eine Nachricht zu schicken.
Die gut besuchte Präsentation des virtuellen Museums im Oberpleiser Sitzungssaal sollte Appetit auf mehr machen. Anschließend gab es auch noch Mediterranes für den Gaumen...
Auch die Baugeschichte von Oberpleis und die imposante Story der mittelalterlichen Probstei und der Pfarrkirche wurden in beeindruckender Weise von Werner Dahm und Willi Joliet vorgeführt. Faksimilies alter Urkunden belegen das Alter der 1000-jährigen Pleistalmetropole.
Stolze Museumsmacher: Günther Herr, Edgar Zens, Christian Kock, Willi Joliet, Hans Hillen, Franz Bellinghausen (vlnr). Naturgemäß war die Presse sehr interessiert Fotos: Chris Harraß
Hans Hillen, selbst alter Oberpleiser, gab einen interessanten Eindruck von der Dollendorfer Straße, wo er sich sein Leben lang „herumgetrieben“ hat, zuletzt als Bekleidungskaufmann. Vom „Post Mattes-Eck“, wo der Wegweiser einst die Richtung zum Margarethenkreuz über Dollendorf wies,weil die Königswinterer Straße noch nicht gebaut war, bis zum alten Hof Bellinghausen am Passionskreuz, der nach Art des „Wilden Mannes“ erbaut wurde, stellte die Straße seit je her eine Magistrale durch den Ort dar. Geschickt lenkten die Präsentatoren das Interesse auf die zahlreichen Facetten der Sammlung, ohne die volle Geschichte jedoch zu erzählen- das macht Lust auf mehr... Bürgermeister Peter Wirtz brachte es auf den Punkt: Die klassischen Heimatstuben werden sich verändern. Das hier sei eine Pioniertat.