Die Nikolauskapelle
Quelle: Heimatverein Heisterbacherrott Die Nikolauskapelle stammt aus der Mitte des 12. Jahrhunderts, der Gründungszeit des Klosters Schwarz-Rheindorf. Ursprünglich war sie dem hl. Markus geweiht. Nach der Zerstörung im 30 jährigen Krieg wurde sie 1676 wieder hergerichtet und dem hl. Nikolaus geweiht. Bis zur Säkularisation waren Kapelle und Fronhof ( heute Haus Schlesien) immer noch Eigentum des Klosters. Hiernach gingen beide in Staatseigentum über. 1820, nach Verkauf des Fronhofes, blieb auf Antrag des Bürgermeister von Oberkassel die Kapelle weiter in Staatseigentum, wurde aber der Zivilgemeinde für gottesdienstliche Zwecke zur Verfügung gestellt. Für Hochzeiten, Taufen und Sterbefälle mußte aber die Kirche in Niederdollendorf aufgesucht werden. Durch den Bevölkerungszuwachs, teilweise auch ausgelöst durch die hier im Gebiet auf-kommende Steinbruchindustrie, lagen die Besucherzahlen bei Gottesdiensten in der Nikolauskapelle teilweise bei 400-500. Nicht nur in einem schlechten Zustand, -ein Jahr vorher war aus dem Glockenturm die Glocke herabgefallen-, sondern auch im Innenraum zu klein geworden, wurde 1866 bei den Instandsetzungsarbeiten eine Empore eingebaut, wobei auch der Dachstuhl angehoben worden sein muß.
 Ebenfalls 1866 -mit Einführung eines eigenen Rektors- kamen auch Bestrebungen in Gang, eine neue Kirche zu bauen. Mit Fertigstellung der neuen Kirche wurde die Kapelle fast zwanzig Jahre nicht mehr genutzt. Erst am 29. April 1899 wurde der Antrag gestellt, Grund und Boden sowie Gebäude als Eigentum der Kirche ins Grundbuch eintragen zu lassen. Am 28. Juli 1904 kam die Bestätigung der Umschreibung. Nicht berücksichtigt wurde hierbei, ein Wegerecht zur Kapelle zu sichern, wodurch es immer wieder zu Unstimmigkeiten mit dem jeweiligen Pächter des Fronhofes kam. Erst kurz vor der Gebietsreform 1969 konnte von der damaligen noch selbständigen Gemeinde Heisterbacherrott noch eingeleitet werden das die Fläche um die Kapelle zum anlegen des heutigen Bürgerparkes angekauft wurde. Hierdurch wurde die Kapelle zugänglich. 1913 wurd e sie dann nochmals instandgesetzt. Obwohl jetzt im Eigentum der Kirche begann der neue Eigentümer des Fronhofes -ein Herr Lepper- die Kapelle als Familiengruft umzubauen, die aber nie fertig gestellt wurde. Die so entkernte Kapelle, teilweise waren die Fundamente freigelegt, und das Mauerwerk mit Balken abgestützt, diente jahrelang dem Fronhof als Materiallager. Die herausgerissenen Fußbodenplatten waren bei der Umgestaltung des Fronhofes im Kuhstall verlegt worden. 
 Erst 1933, durch persönlichen Einsatz von Rektor Helten, ist die Kapelle von Grund auf renoviert worden, wobei auch der heutige Altartisch erstellt wurde. 1951 wurden Gedanken laut, sie als Leichenhalle umzubauen. Erst 22 Jahre später erfolgten wieder Restaurierungsarbeiten. In einer dreijährigen Bauphase von 1973 bis 76 wurde mit einem Kostenaufwand von 143.000 DM das gesamte Gebäude von Ausbesserungsarbeiten am Mauerwerk über Erneuerung des Dachstuhls bis hin zum Innenfußboden saniert.
Die 1955 eingebauten Fenster sind durch die heutigen Buntglasfenster, Entwurf Paul Weickmann Leverkusen, ersetzt worden. Die Motive sind der hiesigen Landschaft angepaßt. Das Leitgedanke hierfür " Die ganze Natur lobe den Herrn" zum Ausdruck gebracht durch die Darstellung von Garten- und Feldfrüchten, Strauchblüten, Weinranken, sowie verschiedene Vogelmotive. Auch wurde die Idee von Stephan Zylka (Heimatverein Heisterbacherrott) verwirklicht, für das nördliche Fenster im Altarraum ein Motiv vom Stenzelberg zu wählen. Weil sich immer wieder Feuchtigkeitsschäden in den unteren Wandbereichen zeigten, das Gebäude ist aus Stenzelberger Latit erstellt, erfolgte 1986 eine Außenfundamentisolierung und 1987 eine zusätzliche Zwangsbelüftung. Bei den letzten Arbeiten sind die Eckquader aus Naturstein wieder freigelegt worden. Das alte Wegekreuz auf der Westseite der Kapelle wurde erst 1974 aus Sicherungsgründen nach hier umgesetzt. Es stand ursprünglich an der Einfriedungsmauer des Fronhofes auf der Petrusstraße.
Diesen Text stellte Winfried Görres zur Verfügung
Möchten Sie die Restaurierung der Kapelle unterstützen? Hier können Sie es! www.kapelle.heisterbacherrott.de
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