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Chris Harraß

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Königswinter-Bergregion

 Berichte zu interessanten Themen rund um den Ölberg Mai 2008 Redaktion:Christian Harraß                   Mail an die Redaktion

Rundschau 13.Mai 2004

 „Wichtiger Impuls für die Altstadt“ 

Gewerbetreibende aus der Königswinterer Bergregion für Sealife-Center   

 von MARC HOFFMANN
KÖNIGSWINTER. Der Streit zwischen den Befürwortern und den Gegnern des SealifeCenters nimmt manchmal ganz bizarre Formen an. So gibt es wohl einige Bürger, die seit der entbrannten Diskussion um das Für und Wider des auf dem Berliner Platz geplanten Riesen-Aquariums ihre Einkäufe in den Geschäften der Altstadt davon abhängig machen, ob der jeweilige Ladenbesitzer eben für oder gegen das Projekt ist.
 

Pressekonferenz Sealife BergregionPro Sealife-Center: (v, 1.) Jakob Sieger, Christian Harraß, Günther Herr, Kurt Trommeschläger, Franz Gladbach und Werner Klein.
(Foto: Ralf Klodt) 

 

 

Das erzählte Jakob Sieger, 2. Vorsitzender des Gewerbevereins Altstadt, gestern im Hotel Loreley. Dorthin hatte die Interessengemeinschaft der Werbekreise der Königswinterer Bergregion die Presse eingeladen. . Gewerbetreibende aus Oberpleis, Thomasberg, Heisterbacherrott, Ittenbach und Eudenbach - mehr als 200 von ihnen sind in vier Werbekreisen und -gemeinschaften zusammengeschlossen, deren Dachverband die Interessengemeinschaft ist - unterstützen die Ansiedlung des Sealife-Centers. Sie erklären sich mit den Gewerbetreibenden der Altstadt solidarisch: „Mit dem Bau dieser touristischen Attraktion wird ein wichtiger Impuls für die wirtschaftliche Belebung des Stadtgebietes am Rheinufer gegeben", betont Christian Harraß, Vorsitzender der Interessengemeinschaft.
Den Einzelhändlern, Hoteliers und Gastronomen der Altstadt werde eine „reelle Chance eröffnet, ihre bestehenden Angebote zu festigen und neue Aktivitäten zu entfalten". Ein Aufschwung der Altstadt sei unverzichtbar für eine positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung Königswinters.
Die Vorteile liegen nach Ansicht der Gewerbetreibenden auf der Hand: Belebung des Tourismus - auch in den Wintermonaten; Schaffung von Arbeitsplätzen; Gewinnung neuer Besucherkreise sowie höhere Umsätze für die ortsansässigen Geschäftsleute, Hoteliers und Gastronomen. Dies seien zumindest die Erfahrungen der Gewerbetreibenden in den Städten, in denen bereits Sealife-Center eröffnet wurden. „Dabei spielt die Bereitstellung des einzigen für den Investor interessanten Standortes, Berliner Platz, eine entscheidende Rolle", so Harraß..
Wir müssen die Meinungsführerschaft den Sealife-Gegnern um Werner Tegen aus der Hand nehmen", -formulierte Hans Hillen vom Werbekreis Oberpleis das Ziel. Die 800 Unterschriften gegen das Aquarium seien mit Blick auf die insgesamt 42 000 Einwohner von Königswinter zu vernachlässigen.
Vor allem aber könnten die Gegner die Behauptung, der „Klotz" Sealife-Center werde die Rheinansicht Königswinters verschandeln, längst nicht mehr aufrecht erhalten. Einerseits sei nie ein .,Kasten" - wie in Speyer- im Gespräch gewesen. Andererseits ,.sind die Planungen für die Gestaltung der Architektur schon viel weiter", betont Sieger. Und Herbert Schimanietz vom Altstadt-Gewerbeverein ergänzt: „Da wird nicht irgendetwas Hässliches entstehen!"

Für den Vorsitzenden des Oberpleiser Werbekreises, Günther Herr, sind Sealife und der Bau des Besucherzentrums Siebengebirge in der Talstation der Drachenfelsbahn (wir berichteten) „zwei Mosaiksteine für ein neues Königswinter".                                              zurück

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General-Anzeiger 13.5.2004

Händler werten Sea Life Center als Rettungsanker

PLANUNG Geschäftsleute aus Berg und Tal sind sich einig. Architekten sprechen sich für einen Entwurf aus

Von Hansjürgen Melzer
KÖNIGSWINTER. Wenn es um das geplante Sea Life Center in Königswinter geht, sind sich die Geschäftsleute im Tal und auf dem Berg einig. Das untermauerten die Interessengemeinschaft der Königswinterer Bergregion und der Gewerbeverein Königswinter-Altstadt gestern bei einer gemeinsamen Pressekonferenz.
Eine lebendige Altstadt schafft Perspektiven für die gesamte Stadt. Wir sollten dem Investor nicht jede Menge Stolpersteine in den Weg legen", sagte der Vorsitzende der Werbekreise aus der Bergregion, Christian Harraß. Gemeint ist die Bürgerinitiative gegen das „Sea Life Center am Berliner Platz", die 800 Unterschriften gegen den Neubau am Rheinufer gesammelt hat. Der Bürgerantrag_ der Initiative wurde am Montag vom Hauptausschuss in die nächste Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses verwiesen. Dort soll auch der endgültige Architektenentwurf vorgelegt werden. Wie der General Anzeiger erfuhr, haben die Architekten des Investors, Merlin Entertainments, inzwischen vier neue Entwürfe für die Fassadengestaltung des Sea Life Centers vorgelegt. Diese wurden von vier hiesigen Architekten, von denen drei auch der Arbeitsgruppe „Sea Life Center" angehören, in einem sechsstündigen Workshop begutachtet. Am Ende einigte man sich; auf einen Entwurf, an dem noch einige I Änderungen vorgenommen wurden. Dieser Entwurf wurde den Architekten des Investors inzwischen vorgelegt. Sobald das abgeänderte Modell aus England zurückkommt, soll es der Arbeitsgruppe vorgestellt werden, damit der endgültige Entwurf auf der nächsten Sitzung des Planungsausschusses (22. Juni) diskutiert werden kann. Nach dem Entwurf, auf den sich die Architekten geeinigt haben, soll zwar nicht der von vielen Kritikern befürchtete Betonklotz entstehen, gewisse unverrückbare Vorgaben waren jedoch auch bei diesem Fassadenentwurf zu berücksichtigen. So muss das Gebäude an einer Ecke seiner dem Rheinufer zugewandten Seite wegen des Meerwasserbeckens neun Meter hoch werden, auch lässt das Konzept keine beliebige Auflokkerung der Fassade durch mehrere Baukörper zu. Die Architektur soll außerdem sehr modern gehalten sein und dürfte damit für weiteren Diskussionsstoff sorgen.
Den gibt es auch vor der Vorlage der neuen Entwürfe reichlich. Das hat auch die Gewerbetreibenden in Königswinter zu ihrer Initiative veranlasst. Während die Interessengemeinschaft der Bergregion, der die Werbekreise Oberpleis, Thomasberg/Heisterbacherrott, Ittenbach und Eudenbach angehören, über 200 Firmen vertritt, steht der Gewerbeverein der Altstadt nur für 30 Unternehmen, „ein historischer Tiefststand", wie der Vorsitzende Kurt Trommeschläger feststellte. Seine Gründe habe der immer geringere Zusammenhalt der Königswinterer Geschäftsleute in den enormen Umsatzeinbußen der vergangenen Jahre. „Der Leidensdruck ist so groß, dass wir in der Altstadt kaum noch etwas Gemeinsames auf die Beine gestellt bekommen", so Trommeschläger. Deshalb erscheint das Sea Life Center ihm und vielen seiner Kollegen als Rettungsanker, zumal sie nicht den Stammkunden, sondern den Touristen als Zukunft des Einzelhandels und der Gastronomie in der Altstadt sehen. „Wir hoffen, dass das Sea Life Center möglichst bald Realität wird", beschwor Trommeschläger geradezu die Kommunalpolitik.

Berliner Platz

 Noch blühen Blumen: Wie der Berliner Platz 2006 aussehen wird, weiß niemand. Derzeit wird noch über die Gestaltung für das Sea Life Center diskutiert.
FOTO:www.pressefoto-homann.de

 

 

Die Bürgerinitiative hat uns die Meinungsführerschaft aus der Hand genommen"
Dabei kann er sich der vollen Rückendeckung aus dem Bergbereich gewiss sein. „Uns gefällt die Vorstellung nicht, dass die Altstadt immer weiter verarmt. Wir zahlen schließlich die Steuern, um die Altstadt am Leben zu erhalten", meinte Franz Gladbach vom Oberpleiser Werbekreis. Sein Kollege Hans Hillen ging sogar noch einen Schritt weiter. „Die Bürgerinitiative hat uns die Meinungsführerschaft aus der Hand genommen. Wir müssen sie zurückgewinnen", stellte er fest. Jakob Sieger vom Gewerbeverein Altstadt wandte sich ebenfalls direkt gegen die Initiative. „Es wird geradezu so getan, als würden nicht mehrere Architekten an einer verbesserten Planung arbeiten", hielt er den Gegnern des Projekts entgegen.Dabei würde ein Sea Life Center mit seiner Ausrichtung auf die Natur hervorragend in die Stadt passen. „Das Naturparkhaus, die Stiftung Naturschutzgeschichte oder auch das Siebengebirgsmuseum können auf Dauer möglicherweise nur bestehen, wenn Besucher in die Stadt gezogen werden." Ohne das „Zentrum für das Meeresleben" scheint auch das Leben in der Stadt für viele nicht mehr denkbar zu sein.                                                                                                               zurück