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Chris Harraß

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Königswinter-Bergregion

 Berichte zu interessanten Themen rund um den Ölberg Mai 2008 Redaktion:Christian Harraß                   Mail an die Redaktion

 

Rettungshundestaffel der Johanniter im Siebengebirge und in Bonn aktiv

 

von H.J. Gebertz

Da wundert sich oft Sonntags früh so mancher Spaziergänger. Er horcht auf. Aus Richtung des weitläufigen Geländes von Gut Buschhof oberhalb von Thomasberg im Siebengebirge dringen Hundegebell und Kommandos an sein Ohr. Beim Näherkommen kann er dann eine Rettungshundestaffel der Johanniter-Unfallhilfe bei ihrer intensiven Arbeit beobachten. Die Frauen und Männer tragen die Trainingskleidung der Johanniter, der Spezialisten-Status ihrer Hunde wird durch entsprechende „Kenndecken“ augenfällig. Weiträumig trainiert werden die Suche nach vermissten Personen und die dazu notwendigen Übungen der Tiere in Unterordnung und Gehorsam. Wobei dem aufmerksamen Beobachter sogleich klar wird,  wie hier Mensch und Tier ein eng verflochtenes Team   bilden.

Die Leitung der Rettungshundestaffel liegt in den Händen der Heisterbacherrotter Tierärztin Christine Gebertz. Deren Praxis verfügt über einen besonderen Schulungsraum. Die Fähigkeiten, die Mensch und Hund beim Training der Johanniter in der freien Natur oder auch auf speziellen Trümmergrundstücken erworben haben, erhalten hier zusätzlich ein solides theoretisches Fundament. In Verbindung damit erlangt auf dem Praxishof auch die eine oder andere Übung noch einen nützlichen praktischen „Feinschliff“.



Die beharrliche Arbeit für Aufbau und Weiterführung der Rettungshundestaffel beginnt jetzt Früchte zu tragen. Von einem Unternehmen einer großen Handelskette wurde die Staffel nach Bonn eingeladen. Hundeführer und Tiere haben dann auf dem Bonner Firmengelände unter geschickter Moderation von Helga Diederichs eine eindrucksvolle Vorführung ihres Könnens auf die Beine gestellt. Mit einer imponierenden Leistung bei der Personensuche zeigte dabei
insbesondere


der Labrador-Rüde „Ben“ von Christine Gebertz, dass er seinen Titel „Geprüfter Rettungshund“ zu Recht trägt. Insgesamt wurde die Veranstaltung zu einer ansehnlichen Werbung für die Johanniter. Die Zuschauer sparten nicht mit Beifall, einige beteiligten sich sogar mit ihren eigenen Hunden an ein paar kleineren Übungen, die fürs Publikum zum Schluss als „Zugabe“ angeboten wurden.
Nicht nur in Bonn, vor einiger Zeit auch im Siebengebirge hatte die Rettungshundestaffel der Johanniter mit einer sorgfältig vorbereiteten Präsentation ihre Arbeit vorgestellt. Die Staffel, die vor zahlreichen Zuschauern im Rahmen einer Großveranstaltung des TuS Siebengebirge auf Gut Buschhof eine Art Heimspiel hatte, war mit professionellem Elan bei der Sache und wurde mit großem Beifall belohnt.
Staffelleiterin Christine Gebertz lässt keinen Zweifel daran, dass einerseits die Arbeit in der Rettungshundestaffel der Johanniter-Unfallhilfe allen Beteiligten zwar Freude macht, aber andererseits auch kontinuierlichen zielbewussten Einsatz mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen erfordert. Wer solche Voraussetzungen mitbringt und sich für die Rettungshundearbeit interessiert, kann sich mit ihr in Verbindung setzen. Telefon 02244 / 877 300.
 

Rettungshundestaffel der Johanniter beim 125. Feuerwehrjubiläum in Bornheim  (Juli 2006)

Erfolg für Schülerin aus Heisterbacherrott mit Hund „Don“

Die 14-jährige Gymnasiastin Sherin Kamieh aus Königswinter-Heisterbacherrott, Mitglied der Jugendgruppe der Johanniter-Unfallhilfe und in der Rettungshundestaffel als jüngste Zugehörige liebevoll „unser Küken“ genannt, hatte Grund zur Freude. Mit ihrem Hund „Don“ durfte sie an einer Vorführung der Staffel beim 125. Jubiläumsfest der Freiwilligen Feuerwehr in Bornheim teilnehmen. Das Debüt vor einer großen Zuschauermenge klappte hervorragend, Sherin und ihr schneidiger Vierbeiner ernteten Anerkennung und viel Applaus.
Star des Tages aber war in Bornheim wiederum der Labrador-Rüde „Ben“ von Staffelleiterin Christine Gebertz, ebenfalls aus Heisterbacherrott. Der geprüfte Rettungshund brachte bei seiner Sucharbeit nicht nur einen ihm wohl lästigen Feuerwehr-Fotografen souverän aus der Fassung, sondern fand dazu noch in Windeseile die gut in einem Gebüsch versteckte „vermisste Person“.
Viel Beifall gab es auch für die Paradenummern der Staffelteams Peter Diederichs (Alfter) mit „Bajenne“ und Günther Dahl (Linz) mit „Moritz“ sowie für die flinken Umbauarbeiten der Staffelhelfer Florian Diederichs und Tobias Schmidt. Helga Diederichs aus Alfter, Ausbilderin der Rettungshundestaffel, erwies sich einmal mehr als einfühlsame Moderatorin und überzeugte das Publikum mit informativen Erläuterungen der einzelnen Vorführelemente.
Der Bornheimer Wehrführer Hans-Georg Gennrich unterstrich im Hinblick auf oft ineinandergreifende Probleme bei Einsätzen den Wert der Zusammenarbeit von Feuerwehr und Rettungshunden. Er freue sich besonders, daß speziell mit der Rettungshundestaffel der Johanniter-Unfallhilfe eine Truppe „aus unserer Nachbarschaft hier im Rhein-Sieg-Kreis“ präsent sei und jetzt in Bornheim ihr Können zeige. Die Johanniter könnten nun für ihre Hundestaffel und die weitere Trainings- und Aufbauarbeit die freun

Christine Gebertz mit “Ben” (oben)
< Ausbilderin Helga Diederichs
>Sherin und “Don”, zwei junge Talente aus Heisterbacherrott

dschaftlichen Erfolgswünsche der Bornheimer Feuerwehrleute mitnehmen.

Staffelleiterin Christine Gebertz erklärte, in der Rettungshundearbeit der Johanniter-Unfallhilfe würden noch einige personelle Verstärkungen angestrebt. Interessenten, welche in die zur Zeit sieben Teams zählende Rettungshundestaffel einmal „hineinschnuppern“ möchten, können sich unter den Telefonnummern 02244 / 87 73 00 (Tierärztin Gebertz) oder 02222 / 66 02 32 (Ausbilderin Diederichs) nach Einzelheiten erkundigen.