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 Berichte zu interessanten Themen rund um den Ölberg Mai 2008 Redaktion:Christian Harraß                   Mail an die Redaktion

Sport in den Sieben Bergen

Rheinsteig-Extremlauf: Bei Premiere gibt es gleich zwei Sieger

Hermann Ulrich und Daniel Exner gewinnen Marathon - Bestnoten für Organisation

Von Hansjürgen Melzer
Siebengebirge. Ein Blick in das Gästebuch des ersten Rheinsteig-Extremlaufs am Sonntag muss die Organisatoren mit Stolz erfüllen. "Wenn es eine Wertung für Läufe gäbe, würdet Ihr von mir die Maximalpunktzahl bekommen", schrieb ein Teilnehmer aus Grevenbroich.

Im Gleichschritt: Hermann Ulrich (links), Daniel Exner.
 Foto: Homann



Auch andere gaben der Organisation Höchstnoten. Da waren kleinere Pannen längst vergessen: Wie die langen Schlangen vorangemeldeter Läufern, die auf ihre Startnummern warten mussten. Auch das will Initiator Peter Wirtz bis zum nächsten Jahr abstellen. Königswinters Bürgermeister wäre zu gerne selber gestartet, war aber in der Organisation unverzichtbar.

Ob vor dem Start, beim Verladen der Kleiderbeutel, die von Beuel ins Ziel auf der Insel Grafenwerth gebracht wurden, beim Fotografieren auf dem Drachenfels oder beim Begrüßen der Finisher in Bad Honnef - Wirtz war an diesem Sonntag omnipräsent. Das ist Hermann Ulrich stets, wenn es um Läufe im Siebengebirge geht.

Dem viermaligen Sieger des Drachenlaufs und Gewinner des Löwenburglaufs liegen die steilen Anstiege und halsbrecherischen Abwärtspassagen. "Ich denke, der Sieger wird 2:45 Stunden laufen", hatte der Langstreckler der SSG Königswinter vor dem Start gesagt. Ein Understatement: Im Ziel waren die gemeinsamen Sieger Ulrich und Daniel Exner (LAZ Puma Troisdorf/Siegburg) in 2:33:39 Stunden zwölf Minuten schneller, und Ulrich hatte nicht nur den Lauf, sondern auch eine Wette gegen Peter Wirtz um eine gute Flasche Rotwein gewonnen.

Weniger Glück hatten seine beiden Teamkollegen Karl-Heinz von Lovenberg als Vierter in 2:45:43 und Norbert Müller als Sechster in 2:37:12. Von Lovenberg, vor vier Wochen in Mainz deutscher Marathonmeister in der Altersklasse M 50, verlief sich auf dem Abstieg vom Petersberg. Auch Norbert Müller genügte der Anstieg von Rhöndorf über die Breiberge zum Löwenburger Hof noch nicht, so dass er weiter Richtung Löwenburg lief.

"Ich dachte, bei einem Extremlauf geht es da sicher noch hoch", meinte er hinterher. Erst ein Wanderer machte ihn auf seinen Fehler aufmerksam. Anderen Läufer reichten die 1 200 Höhenmeter auch so. Wer sich nach Petersberg, Geisberg, Drachenfels und Löwenburg schon fast im Ziel wähnte, wurde jedenfalls böse überrascht.

Vom unteren Schmelztal wartete noch der Anstieg zum Himmerich, der sich beim Streckenprofil im Internet als geradezu lächerlich präsentiert. Die Realität sieht anders aus: Über Serpentinen und steile Rampen wurde den Läufern alles abverlangt, bevor es dann wirklich nur noch bergab nach Bad Honnef ging. Von den 414 angemeldeten Läufern gingen rund 380 tatsächlich an den Start.

Das Ziel erreichten immerhin 345 - was für die Fitness der meisten Rheinsteig-Extremläufer spricht. Eine Kuriosität dürfte der Zieleinlauf bei den Frauen gewesen sein: Die schnellsten drei Damen mit den Familiennamen Methner (3:10:54), Geiken (3:12:18) und Frings (3:18:09) hörten alle auf den Vornamen Annette.

Ergebnisse
* Männer:1. Hermann Ulrich (SSG Königswinter) und Daniel Exner (LAZ Puma Troisdorf/Siegburg) beide 2:33:39, 3. (1. M 35) Torsten Schneider (LAZ) 2:34:40, 4. (1. M 50) Karl-Heinz von Lovenberg (SSG) 2:35:43, 5. Rolf Hollain (LAZ) 2:36:28, 6. Norbert Müller (SSG) 2:37:12, 7. Frank Apfelbaum (Meckenheim) 2:41:45, 15. Thomas Grande (Alfterer SC) 2:52:06, 18. Peter Reuter (Sportlich Team Bornheim) 2:55:26, 25. (1. MHK) Tobias Junker (LAZ) 3:00:42, 47.
* Frauen: (1. Frauen) Annette Methner (Kerpen) 3:10:54, 50. (2. Frauen) Annette Geiken (LG RWE Power) 3:12:18, 71. (3. Frauen) Annette Frings (SV Selbstläufer Altenahr) 3:18:09, 95. (1. W 45) Uta Peiler (Pink Runners) 3:24:40, 241. (1. W 55) Brigitte Schmitt (LT Siebengebirge) 3:59:25, 250. (1. M 65) Hermann Gunesch (LT Siebengebirge) 4:00:48./ul>


Initiator  Peter Wirtz zum 1.Rheinsteig-Extremlauf!


 
 Danke!!
Ein riesiges Danke Schön an alle Läuferinnen und Läufer und alle Unterstützer,die die Premiere des Rheinsteig-Extremlaufes zu einem Erfolg haben werdenlassen.
Vor etwas mehr als einem Jahr, kurz nach der spontanen Idee, die Laufszene um einen lockeren Landschaftslauf zu bereichern, hätte ich mir nicht träumenlassen, welche Energie notwendig ist, um eine Laufveranstaltung vorzubereiten.
In der Vergangenheit immer nur (zufriedener) Konsument konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, was auf das Orga-Team zukommen würde. Chapeaux all denen, die schon über Jahre hier in der Region für die Laufbegeisterten werkeln.
Mit einem begeisterten Team, Elan und einer großen Portion Zuversicht gings bei uns ans Werk und die ersten Teilerfolge bei der Ansprache von Sponsoren sowie die Resonanz bei Läufern auf unser Vorhaben hielten die Ausdauer in der Vorbereitung auf einem hohen Niveau. Dies wurde auch nicht durch die Bedenken des BUND gefährdet, der in unserem Lauf Gefahren für die Natur und uns lieber auf Asphalt und dann im Herbst laufen sah. Im Nachhinein betrachtet waren die Bedenken, wie von uns gegenüber den Genehmigungsbehörden glaubhaft dargestellt, gegenstandslos und wirken nach der Überprüfung in der Lebenswirklichkeit teils konstruiert. Keiner der Läufer (Läuferinnen) hat die Wege verlassen, Müll wurde entsorgt, Zuschauer an sensiblen Stellen gab es nicht und auch die Begegnung mit Wanderern war stets freundlich.
Doch zurück zum Lauf. Es gab und gibt überwiegend positive bis begeisterte Resonanz: die Strecke hat trotz der Herausforderungen gefallen, viele Teilnehmer haben sogar die Aussicht genossen und bis auf zwei kleinere Schwächeanfälle bei 2 Läufern ist der Lauf erfolgreich durchgeführt worden. Mir persönlich hat die beschauliche und gemütliche Athmosphäre im Zieleinlauf besonders gut gefallen.
Sicherlich gibt es auch noch einiges zu verbessern, wenn wir eine Zweitauflage starten und danach sieht es Moment zumindest aus. Die lange Schlange vor dem Tisch mit den Startunterlagen um 7:40 Uhr muss ich mir und uns nicht noch einmal antun! Auch bei Markierung und Hinweisbeschilderung zum Start und Ziel geloben wir Besserung, eines werden wir aber nicht ändern: den unvergleichlichen Charakter der Strecke.
In diesem Sinne grüßt Euch herzlich das Orga-Team des Rhex
Mit freundlichem Gruß
Peter Wirtz

 

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