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Hermann Ulrich und Daniel Exner gewinnen Marathon - Bestnoten für Organisation
Von Hansjürgen Melzer Siebengebirge. Ein Blick in das Gästebuch des ersten Rheinsteig-Extremlaufs am Sonntag muss die Organisatoren mit Stolz erfüllen. "Wenn es eine Wertung für Läufe gäbe, würdet Ihr von mir die Maximalpunktzahl bekommen", schrieb ein Teilnehmer aus Grevenbroich.
Auch andere gaben der Organisation Höchstnoten. Da waren kleinere Pannen längst vergessen: Wie die langen Schlangen vorangemeldeter Läufern, die auf ihre Startnummern warten mussten. Auch das will Initiator Peter Wirtz bis zum nächsten Jahr abstellen. Königswinters Bürgermeister wäre zu gerne selber gestartet, war aber in der Organisation unverzichtbar.
Ob vor dem Start, beim Verladen der Kleiderbeutel, die von Beuel ins Ziel auf der Insel Grafenwerth gebracht wurden, beim Fotografieren auf dem Drachenfels oder beim Begrüßen der Finisher in Bad Honnef - Wirtz war an diesem Sonntag omnipräsent. Das ist Hermann Ulrich stets, wenn es um Läufe im Siebengebirge geht.
Dem viermaligen Sieger des Drachenlaufs und Gewinner des Löwenburglaufs liegen die steilen Anstiege und halsbrecherischen Abwärtspassagen. "Ich denke, der Sieger wird 2:45 Stunden laufen", hatte der Langstreckler der SSG Königswinter vor dem Start gesagt. Ein Understatement: Im Ziel waren die gemeinsamen Sieger Ulrich und Daniel Exner (LAZ Puma Troisdorf/Siegburg) in 2:33:39 Stunden zwölf Minuten schneller, und Ulrich hatte nicht nur den Lauf, sondern auch eine Wette gegen Peter Wirtz um eine gute Flasche Rotwein gewonnen.
Weniger Glück hatten seine beiden Teamkollegen Karl-Heinz von Lovenberg als Vierter in 2:45:43 und Norbert Müller als Sechster in 2:37:12. Von Lovenberg, vor vier Wochen in Mainz deutscher Marathonmeister in der Altersklasse M 50, verlief sich auf dem Abstieg vom Petersberg. Auch Norbert Müller genügte der Anstieg von Rhöndorf über die Breiberge zum Löwenburger Hof noch nicht, so dass er weiter Richtung Löwenburg lief.
"Ich dachte, bei einem Extremlauf geht es da sicher noch hoch", meinte er hinterher. Erst ein Wanderer machte ihn auf seinen Fehler aufmerksam. Anderen Läufer reichten die 1 200 Höhenmeter auch so. Wer sich nach Petersberg, Geisberg, Drachenfels und Löwenburg schon fast im Ziel wähnte, wurde jedenfalls böse überrascht.
Vom unteren Schmelztal wartete noch der Anstieg zum Himmerich, der sich beim Streckenprofil im Internet als geradezu lächerlich präsentiert. Die Realität sieht anders aus: Über Serpentinen und steile Rampen wurde den Läufern alles abverlangt, bevor es dann wirklich nur noch bergab nach Bad Honnef ging. Von den 414 angemeldeten Läufern gingen rund 380 tatsächlich an den Start.
Das Ziel erreichten immerhin 345 - was für die Fitness der meisten Rheinsteig-Extremläufer spricht. Eine Kuriosität dürfte der Zieleinlauf bei den Frauen gewesen sein: Die schnellsten drei Damen mit den Familiennamen Methner (3:10:54), Geiken (3:12:18) und Frings (3:18:09) hörten alle auf den Vornamen Annette.
Ergebnisse * Männer:1. Hermann Ulrich (SSG Königswinter) und Daniel Exner (LAZ Puma Troisdorf/Siegburg) beide 2:33:39, 3. (1. M 35) Torsten Schneider (LAZ) 2:34:40, 4. (1. M 50) Karl-Heinz von Lovenberg (SSG) 2:35:43, 5. Rolf Hollain (LAZ) 2:36:28, 6. Norbert Müller (SSG) 2:37:12, 7. Frank Apfelbaum (Meckenheim) 2:41:45, 15. Thomas Grande (Alfterer SC) 2:52:06, 18. Peter Reuter (Sportlich Team Bornheim) 2:55:26, 25. (1. MHK) Tobias Junker (LAZ) 3:00:42, 47. * Frauen: (1. Frauen) Annette Methner (Kerpen) 3:10:54, 50. (2. Frauen) Annette Geiken (LG RWE Power) 3:12:18, 71. (3. Frauen) Annette Frings (SV Selbstläufer Altenahr) 3:18:09, 95. (1. W 45) Uta Peiler (Pink Runners) 3:24:40, 241. (1. W 55) Brigitte Schmitt (LT Siebengebirge) 3:59:25, 250. (1. M 65) Hermann Gunesch (LT Siebengebirge) 4:00:48./ul>
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