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Rewe gibt sich den Königswinterern geschlagen und spendet 2 000 Euro für ehrenamtliche Arbeit
Königswinter. (duh) Kurz musste Bürgermeister Peter Wirtz zittern. Doch spätestens mit dem ohrenbetäubenden Knattern von vier Motorrädern war die Laune des ersten Bürgers der Stadt bestens. Die Rewe-Märkte in Thomasberg und Oberpleis hatten mit Vertretern der Stadt und der Ortsvereine gewettet, dass die es nicht schaffen würden, am Samstagnachmittag jeweils 50 verkleidete Nikoläuse vor den beiden Geschäften zu versammeln, die obendrein auch noch ein Weihnachtslied anstimmen sollten. Anderenfalls würden die Unternehmen jeweils 1 000 Euro für einen gemeinnützigen Zweck spenden. Das tolle Endergebnis: In beiden Orten konnten die Nikoläuse die Wette gewinnen.
Während sich in Oberpleis gar 99 verkleidete Bürger um den stellvertretenden Bürgermeister Sokrates Theodoridis versammelten, waren es in Thomasberg um Peter Wirtz trotz klirrender Kälte knapp 70. Dort war aber erst kurz vor der vereinbarten Zeit, um 16 Uhr, klar, dass die Wette gewonnen würde, als vier Mitglieder der Katholischen Jugendgemeinschaft aus Selhof, Freunde von Geschäftsinhaber Wolfgang Bock, die diesem die 1 000 Euro scheinbar nicht vergönnten, auf ihren röhrenden Motorrädern vorfuhren.
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Nikolaus en Gros: Rund 70 Frauen und Männer im roten Gewand stimmen in Thomasberg gemeinsam ein Weihnachtslied an und entscheiden damit die Wette für sich und den guten Zweck. Foto: Homann
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In roten Mänteln, die Mütze auf dem Helm befestigt, an dessen Visier auch der weiße Bart festgeklemmt war, durchbrachen sie mit ihrem Auftritt die nötige Grenze von 50 Nikoläusen, die letztlich doch deutlich überboten werden konnte. Als dann noch alle gemeinsam "Lasst uns froh und munter sein" anstimmten, war dies nicht nur ein Beweis der Solidarität der Königswinterer, sondern sorgte auch für richtig weihnachtliche Stimmung.
"Ich bin ein Mensch, der eigentlich nicht wettet, aber da es sich hier ja um einen guten Zweck handelt, haben wir Stadtvertreter die Wette angenommen", erklärte Wirtz, der von einer großen Zahl von Kollegen aus dem Stadtrat, aber auch von Vertretern der Ortsvereine aus dem gesamten Stadtgebiet unterstützt wurde.
Einige große Vereine hatte Wirtz dazu persönlich eingeladen und zudem mittels der Presse über die Aktion informiert. Ohnehin ergab sich ein prächtiges Bild vor dem Thomasberger Supermarkt, wo Nikoläuse in voller Montur mit Bischofsmütze, aber auch Kinder mit einfacher Zipfelmütze oder aber weibliche Nikoläuse im knappen Minirock erschienen waren und sich für den guten Zweck zusammenschlossen.
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moderierte dem Aufmarsch: Chris Harraß Foto: Mario Harraß
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Da fiel es auch Wolfgang Bock, wie seinem Kollege Udo Schäfer in Oberpleis, nicht schwer, die 1 000 Euro zu überreichen. "Letztlich hat diese Aktion die Intention, die Kommunen in finanziell schwerer Lage bei guten Projekten zu unterstützen", so Bock.
Einen genauen Verwendungszweck für den Wetteinsatz wollte Peter Wirtz jedoch noch nicht bekannt geben, stellte aber klar, "dass das Geld in irgendeiner Form einem oder mehreren Ortsvereinen zu Gute kommen soll".
(12.12.2005)
Nachtrag 24.12.05 Jeweils 350,- Euro gingen an: Initiative Bolzplatz Heisterbacherrott, Montessori Kinderhaus Oberpleis, Badmintonabteilung TUS Oberpleis, Fußballabteilung TUS Oberpleis (Förderverein), TUS Siebengebirge und TUS Thomasberg/Ittenbach. Bürgermeister Wirtz hat aus seinen Verfügungsmittel 100,- Euro beigesteuert, damit alle gleich viel bekommen.
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