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Königswinter-Bergregion

 Berichte zu interessanten Themen rund um den Ölberg Mai 2008 Redaktion:Christian Harraß                   Mail an die Redaktion

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Auf die Gedichte verzichtet der Nikolaus diesmal
 Thomasberg erlebt einen rundum harmonischen Weihnachtsmarkt. Ein Großteil des Angebots war mit viel Liebe und Fantasie selbst gebastelt oder gebacken worden
- und offenbar gibt es in Thomasberg nur brave Kinder 
Von Gabriela Quarg

THOMASBERG. Es weihnachtete sehr am Samstag in Thomasberg. Der Duft von Glühwein, Bratwürstchen und frisch gebackenen Waffeln zog vom Platz vor dem Bauamt aus verführerisch durch die Straßen. Wie schon in den Vorjahren hatten die Thomasberger Vereine und Gewerbetreibenden wieder zu einem gemütlichen kleinen Weihnachtsmarkt eingeladen, der in Sachen Angebot und Ambiente den „Großen" in nichts nachstand. Im Gegenteil, vieles was man an den Buden und Ständen erwerben konnte, war mit viel Liebe und Fantasie selbst gemacht und kam obendrein einem guten Zwecken zugute - zum Beispiel den Kindern der verschiedenen Kindergärten und -tagesstätten aus dem Ort. Wer noch auf der Suche nach schönen Weihnachtgeschenken war; wurde auf dem Weihnachtsmarkt garantiert fündig. Wobei der köstliche selbstgemachte Eierlikör mit Schokonote, die festlichen Weihnachtsgestecke oder die lustigen Weihnachtswichtel aus Holz mit der kugelrunden roten Nase zum Verschenken fast zu schade waren. Auch das leibliche Wohl kam natürlich nicht zu kurz: Sogar Flammkuchen und thailändische Leckereien standen in Thomasberg auf der Speisekarte, dazu ein Weihnachtsbier, das bei den milden Außentemperaturen vorzüglich mundete. Für die kleinen Weihnachtsmarktbesucher gab es neben Ponyreiten, Kutschfahrten und einem Kettenkarussell eine ganz besondere Attraktion: Etwas versteckt, ganz am Ende des Marktes, stand das samtbehangene Zelt der Märchenoma. Und diese Vorleseoma sah tatsächlich aus wie aus einem Märchenbuch, ganz so, wie man sich eine liebe Großmutter vorstellt: Mit einem Dutt im weißen Haar, einem langen Rock und einem warmen gestrickten Tuch um die Schultern, saß sie auf einem kleinen Hocker. Davor ein Tischchen mit einer Kanne, aus der heißer Tee duftete, und Blechdosen,gefüllt mit süßen Leckereien. Andächtig ließen sich die Kinder zu ihren Füßen nieder oder machten es sich auf Heuballen gemütlich und lauschten den schönen alten Geschichten, die die Märchenoma aus ihren Büchern vorlas. Da konnte man glatt die Zeit vergessen - was wiederum den Eltern bei ihrem Bummel zugute kam. Nicht fehlen durfte bei einem Weihnachtsmarkt der Nikolaus: In Thomasberg erschien der rotgewandete Mann sogar in Begleitung eines Engels. Alle braven Kinder - und natürlich gibt es in Thomasberg nur brave Kinder - durften sich aus dem großen Korb einen knackigen Apfel nehmen und mussten dafür noch nicht einmal ein Gedicht aufsagen.




Immer dicht belagert ist das Zelt der „Menschenkinder". Bläser sorgen derweil für weihnachtliche Klänge.
FOTOS: Chris Harraß



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Gut in Form: Nikolaus und Märchenoma

 

Himmlische Genüsse lockten auf Thomasberger Weihnachtsmarkt

 

Foto: Zumbusch

Thomasberg-
Es sind nicht nur die großen, pompösen Weihnachtsmärkte, die Besucher in die Region locken. Auch die "Kleinen" haben durchaus ihren besonderen Charme.
Der Werbekreis Thomasberg ist seit einigen Jahren erfahrener Veranstalter des Weihnachtsmarktes. Zum Auftakt war es den emsigen Helfern wieder einmal gelungen, auf kleinem Raum stimmungsvolle Atmosphäre zu zaubern. Der Innenhof am Bauamt verwandelte sich kurzerhand für einen Tag in ein Weihnachtsmärchen. Wie es sich gehört, waren der "echte" Nikolaus mit weißem Engel, eine liebe Märchenoma, Posaunenbläser und natürlich zahlreiche Stände mit himmlischen Angeboten vertreten. Jenseits vom städtischen Rummel genossen die Besucher das "kuschelige" Ambiente bei Glüh- wein, Waffeln und anderen Köstlichkeiten. Das Angebot war gut sortiert.
Während die Kinder auf dem Kettenkarussell sich in luftigen Höhen drehten, konnten die Erwachsenen den Schokoladen-Nikolaus bestaunen, der im Gegensatz zu seinem "Kollegen" Schoko-Weihnachtsmann, nach Auskunft des Gemeindediakons Udo Casel, wirklich der "Echte" sein soll. Nikolaus war Bischof von Myra und starb an diesem Ort genau am sechsten Dezember des Jahres 313. Er galt als Kirchenmann von besonderer Menschenfreundlichkeit und Güte und wird seither als Patron zahlreicher Kirchen verehrt. Die Abendstunden tauchten den Markt überdies in hellen Lichterglanz. Bunte Lichterketten und Kerzen beleuchteten den kleinen Platz stimmungsvoll. Da schmeckte der Glühwein noch einmal so gut. Die Veranstalter können mit "ihrem" Weihnachtsmarkt zufrieden sein. (zi)