Berichte zu interessanten Themen rund um den ÖlbergMai2008 Redaktion:Christian HarraßMail an die Redaktion
Der Werbekreis Oberpleis setzt seinen Weg fort
26. März 2007
JAHRESVERSAMMLUNG Bürgermeister Peter Wirtz kündigt für Mai die Generaldebatte zum zentralen Rathaus an Von Rüdiger Franz
OBERPLEIS. Mit nahezu unveränderter Führungsriege geht der Werbekreis Oberpleis in die kommenden zwei Jahre. Auf der Jahreshauptversammlung wurde Vorsitzender Günther Herr ebenso einstimmig wiedergewählt wie sein Stellvertreter Wilfried Thomas und Schriftführer Hans Hillen. Den einzigen Wechsel im engeren Vorstand gab es im Amte des Schatzmeisters. Hier löst Franz Bellinghausen Werner Klein ab.
Ehrung: Günther Herr (rechts) und Wilfried Thomas (3. von rechts) zeichnen langjährige Mitglieder aus, darunter Hans Hillen (von links), Siegfried Baumert, Dorothee Deiker und Gisela Lehmann. FOTO: FRANK HOMANN
Für die Abstimmung über seine Person gab Herr die Sitzungsleitung kurzzeitig an Peter Wirtz ab. Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, bündig über die wichtigsten aktuellen Entwicklungen in Königswinter zu berichten. Neben der offenen Zukunft des Lemmerzbades bietet aus Oberpleiser Sicht gewiss die Diskussion über die mögliche Zentralisierung der zurzeit noch drei Rathausstandorte an einem Ort Gesprächsstoff. Hierzu stellte Wirtz für Mai die Generaldebatten in Fachausschuss und Stadtrat an; dann nämlich werde das erforderliche, belastbare Zahlenmaterial ebenso vorliegen wie die Ergebnisse einer Umfrage unter Besuchern und Bediensteten der Verwaltung.
Günther Herr seinserseits mahnte die Politiker, sich der im Stadtmarketingprozess und im Rahmenplan offengelegten Mängel zügig, anzunehmen: "Wir wollen nicht im Bummelzug sitzen, der zwar nach vorne fährt, aber von den Nachbarorten und -städten im Schnellzug überholt wird", sagte er mit Blick auf die zahlreichen Aktivitäten im Talbereich. Seine anstehenden Aufgaben sieht der Werbekreis in der Erweiterung des Internetauftritts www.53639.com*. Die Seiten, auf denen bisher die Gewerbevereine von Oberpleis, Eudenbach und Ittenbach zu finden sind; werden jetzt um Unternehmen aus ganz Königswinter ausgedehnt. „Stimmt, da haben wir gegenüber anderen Kommunen noch Nachholbedarf", bekräftigte Wirtz diese Initiative.
Nicht nur virtuell, sondern auch schwarz auf weiß präsentiert sich der Werbekreis in neuem Gewand: Die neue Imagebroschüre wurde in der Sitzung erstmals vorgestellt. Ihr Ziel ist vor allem die Werbung neuer Mitglieder: „Das Interesse an einem prosperierenden Ort verbindet alle Branchen und Wirtschaftszweige - bis hin zu den Ärzten und zu den einzelnen", verdeutlichte Wilfried Thomas den Wert einer regionalen Werbegemeinschaft. Denn: Verliere der Ort an Attraktivität, würden zwar die Mieten sinken, doch seien dann auch keine Geschäfte mehr zu machen. Gleichzeitig fehlten den Menschen die Einkaufsmöglichkeiten, beschrieb Thomas die gegenseitige Abhängigkeit.
Günther Herr dankte den rund 40 anwesenden Vertretern der insgesamt knapp 140 Mitglieder - darunter sowohl Firmen als auch Privatleute - für ihre bisherige Unterstützung bei den Aktivitäten des Werbekreises sowie für das Vertrauen in seine Person, welches er auch in der anstehenden Amtsperiode zu erfüllen gedenke. Mit reichlich Situationskomik drückten Bellinghausen und Hillen ihrem „Präsidenten" dann in Form einer Mischung aus Laudatio und Büttenrede dann noch auf ganz persönliche Art ihr Dankeschön aus.
Weitgehend in bewährter Weise soll am 20. Mai der siebte „Grüne Sonntag" durchgeführt werden. Selbstkritisch bilanzierte die Werbegemeinschaft den „Sternensamstag" im vergangenen Dezember. Beim nächsten Mal sollen hier mehr Firmen und Geschäfte aktiviert werden, um der Veranstaltung ein homogenes und würdiges Bild zu geben. Geehrt wurden außerdem 14 Mitglieder für ihre nunmehr 25-jährige Mitgliedschaft. Positiv haben sich nach Auskunft des Vorstands zuletzt die Mitgliederzahl und -struktur entwickelt. Demnach begrüßte der Werbekreis im vergangenen Jahr 21 Neumitglieder und wuchs somit um ein Sechstel an. Unter den „Neuen" sind verschiedenste Branchen vertreten: vom Staubsaugerverkäufer bis zur Ernährungsberaterin, von der Pizzeria bis zum Tischlerbetrieb. Auch das ein Zeichen für die Vielfalt im Gewerbe des Mittelzentrums.
*Anm. d. Red. Bergregion: Natürlich ist auch der zweitgrößte Werbekreis der Bergregion, nämlich der von Thomasberg/Heisterbacherrott, in dieser Seite vertreten.