Die Zukunft der Kirchen im Bergbereich

St.Im katholischen Pfarr­heim in Stieldorf trafen sich Vertreter der Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte sowie die Pfarrer aus den Gemeinden Ittenbach, Oberpleis, Thomasberg/Heisterbacherrott und Stieldorf. Die Gesprächsleitung hatte ein Vertreter der Abteilung Seelsorge beim Generalvikariat in Köln. Er berichtete aus der Perspektive der Diözese von den Anfängen der Neukonstrukturierung der Seelsorgebereiche und legte dar, dass der größer werdende Mangel an hauptamtlichen Mitarbeitern in der Seelsorge eine weitergehende Zusammenarbeit der einzelnen Gemeinden mit sich bringen wird.

In den genannten Gemeinden hatte es bereits im Vorfeld Gespräche zu diesem Themenkomplex gegeben. Dabei wurde die Sorge angesprochen, dass es zur Auflösung von Gemeinden, zu Unübersichtlichkeit und die Arbeit ohne einen eigenen Pfarrer kommen könne. Es kamen aber auch positive Gedanken zur Sprache. Die Zusammenarbeit könnte die einzelnen Gemeinden entlasten, Kräfte würden gebündelt, eine größere Vielfalt könne auch mehr Lebendigkeit bedeuten und die Entscheidungsverantwortung der Laien werde gestärkt.

Die genannten Pfarreien streben die Gründung eines Pfarrverbandes im Seelsorgebereich E an. Das bedeutet, dass ein Team aus mehreren Seelsorgern, von einem Pfarrer geleitet, in den zusammengehörenden Pfarreien gemeinsam arbeitet. Diese entsenden aus ihren Pfarrgemeinderäten und Kirchenvorständen Vertreter in ein gemeinsames Gremium, die so genannte Pfarrverbandskonferenz. Dort liegt dann die Entscheidungskompetenz für die Angelegenheiten der Gemeinden. Die Gründung eines Pfarrverbandes soll späterhin beim Kölner Kardinal Meisner beantragt werden.

Quelle: Siebengebirgs-Zeitung Nr. 31 vom 2. August 2001